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Die Wurzeln der heutigen BMW AG (Bayerische Motorenwerke AG) gehen bis ins Jahr 1916 zurück. Auf staatliches Betreiben entstand aus den Rapp Motorenwerken und den Bayerischen Flugzeugwerken die heutige BMW AG. Als offizielles Gründungsdatum gilt der 07.03.1916.

In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg positionierte sich BMW als Auto-, Motorrad- und Flugzeughersteller. Nach dem 2. Weltkrieg wurde BMW durch die Amerikaner weitestgehend enteignet, ein Großteil der Maschinen wurde als Reparationsgut beschlagnahmt und in die USA verschifft. Fortan konzentrierte sich BMW auf die Entwicklung von Motorrädern, da die Automobilkompetenz mit der Demontage der Werke verloren ging. Wirkliche Erfolge konnte das Münchener Unternehmen in den Nachkriegsjahren nicht vorweisen und stand Ende der 50er Jahre vor dem Bankkrott.

Der zur damaligen Zeit übermächtige Konkurrent aus Stuttgart – Daimler-Benz – gab ein Angebot zur Übernahme von BMW ab. Das Übernahmeangebot wurde abgelehnt und mit dem Einstieg der Industriellenfamilie Quandt begann eine neue Zeitrechnung. Gestützt durch das damals schon große Familienvermögen wurde BMW rekapitalisiert; es begann eine der größten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten der Nachkriegszeit. Nach der finanziellen Genesung besann sich BMW wieder auf die Kernkompetenz Automobilbau. Zahlreiche neue Modelle wurden konstruiert, die sich zu Verkaufsschlagern entwickelten. Bis heute gilt der in den 70er Jahren entwickelte 3er BMW als das erfolgreichste Automobil des Konzerns.

Unter der Führung von Eberhardt von Kuenheim, der insgesamt 23 Jahre als Vorstandsvorsitzender tätig war, vervielfachten sich Umsatz und Gewinn, so dass man endlich auf Augenhöhe mit Mercedes-Benz lag. Ende der 90er Jahre grassierte in der Autoindustrie das Fusionsfieber; Volumen war das große Stichwort. Daimler übernahm Chrysler und BMW versuchte sein Glück mit Rover. Die Werke von Rover stellten sich schnell als veraltet heraus, die Qualität lag nicht auf dem hohen Niveau von BMW und das starke Britische Pfund ließ die Verkaufszahlen zurück gehen. Rover wurde zu einem Debakel und letztendlich an einen Investor verkauft. Die Rechte an der Marke „Mini“ blieben bei BMW, Mini entwickelte sich unter dem Dach von BMW prächtig und gilt bis heute als Ertragsperle im Konzern.

Die letzten Jahre verliefen für BMW sehr erfolgreich. 2014 wurden insgesamt 2,16 Mio. Fahrzeuge produziert, der Umsatz erreichte ein Rekordniveau von 80,4 Mrd. Euro. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Rekordgewinn von 5,8 Mrd. Euro ab. Im Autoabsatz entfallen 1,8 Mio. Fahrzeuge auf die Marke BMW, 322.000 auf Mini und 4.495 auf Rolls Royce. Die Motorradsparte setzte insgesamt 133.615 Zweiräder ab. Das S&P Langfrist-Rating von A+ spiegelt die finanzielle Solidität von BMW wider; BMW ist somit einer der am höchstgerateten Autokonzerne der Welt. Trotz der Vorkommnisse um VW bleibt BMW für 2015 und 2016 optimistisch.

Bewertungsseitig zeigt sich die Aktie von ihrer attraktiven Seite. Durch die Korrektur, die die Aktie teilweise unter 80 Euro notieren ließ, liegt das KGV im einstelligen Bereich und die Dividendenrendite bei attraktiven 3,8%. Für Dividenden-Liebhaber bieten die wenig bekannten Vorzugsaktien einen Dividendenaufschlag von einem Prozentpunkt gegenüber den Stammaktien.

Die Stammaktien der BMW AG befinden sich derzeit im Portfolio des GS&P Fonds Deutschland aktiv.

Harald Berres | 12. Oktober 2015

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